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Buchtipps - Ortrud Mücka

Johannes Laubmeier hat ein ganz wunderbares Debüt geschrieben. Schon das witzige Cover hat mich angesprochen. Ein kleiner Junge mit Taucherbrille und Regenjacke, ein Meeresforscher für einen Tag, der seinen Vater am Bahnhof von der Arbeit abholt.

Giorga und Filippo sind ein Paar, Mitte dreißig und leben in Mailand. Die beiden sind etwas lethargisch und unstet. Sie führen eine „seltsame“ Beziehung. „Ihre Träume sind verflogen.“ Giorga hat ihr Schauspielstudium abgebrochen und jobbt als Kassiererin in einem Supermarkt. Filippo führt widerwillig die Bar seiner Eltern.

Es ist der 11. März 1985. Sowjetische Radiosender spielen Chopins Trauermarsch. Ein untrügliches Zeichen für die Bürger, daß jemand aus dem Politbüro gestorben ist. Es wird der Tag des Umbruchs sein, der Tag an dem Michail Gorbatschow das Amt des Generalsekretärs übernimmt, der Tag der letztendlich das Ende des kalten Kriegs eingeläutet hat.

„Meine Schwester“ ist die sehr bewegende Autobiografie von Bettina Flitner, Fotografin und Ehefrau von Alice Schwarzer. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Erinnerungen an Ihre Schwester und die gemeinsame Kindheit. Bettinas Schwester nahm sich 2017 das Leben, genauso wie Jahrzehnte davor schon ihre Mutter, die ihr Leben lang mit Depressionen kämpfte.

„Die Heldin reist“ ist Doris Dörries drittes autobiografisches Buch. Sie erzählt von drei Reisen, nach San Francisco, Japan und Marokko. Ihre Erzählungen, Erinnerungen und Beobachtungen drehen sich dabei ums Unterwegssein als Frau-egal ob sie alleine, mit einer Freundin oder einem Mann reist. Unterwegs zu sein war für Doris Dörrie vor der Pandemie der absolute Idealzustand, nie war sie länger als drei Monate zuhause in München. Das kann man auch spüren.

„Niemand hofft 1929 noch auf die Zukunft. Und niemand will an die Vergangenheit erinnert werden. Darum sind alle so hemmungslos der Gegenwart verfallen.”

Wow, was für ein Buch! Der schottisch-amerikanische Autor Douglas Stewart hat einen Roman geschrieben, der gleichzeitig hart und zärtlich, voller schöner Momente ist und direkt daneben tiefe, tiefe Abgründe hat.

Während die Beatles ihre Karriere starten und Martin Luther King seine berühmte Rede

Ich mag Hape Kerkeling und ich mag Katzen, besonders unseren Kater „Curtis". Deshalb war ich schon ganz gespannt auf Hape neuestes Buch, „Pfoten vom Tisch! Meine Katzen, andere Katzen und ich.”

Claire Berest, Das Leben ist ein Fest. Insel Verlag, 22 € Wer kennt sie nicht, Frida Kahlo, die mexikanische Malerin mit den markanten Augenbrauen. Die Ausnahmekünstlerin, Revolutionärin und Modeikone. Sie war wie ihre Kunst, bunt, leidenschaftlich und Grenzen überschreitend.